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Motto
des Abends: Augsburger Stadtweihnacht ... mehr als nur
Weihnachten.
Das Plakatmotiv zeigt das Augsburger Stadtwappen. Die für
Augsburg typische Zirbelnuss wurde durch einen Weihnachtsbaum
das Symbol für Weihnachten ersetzt.
Die Bilder und Impressionen finden sich am Ende des Vorwortes.
Dank Martin können wir heuer mehr die Menschen zeigen. Es
sind all jene die als Gäste im Vordergrund aber auch die
vielen Helfer die im Hintergrund agieren. Zum Schutze der Kinder
wurden einige Gesichter verunschärft.
Vorwort
zur Augsburger Stadtweihnacht 2010
von Robert Hösle
Weihnachtsfeier
für "Alle" am Heiligen Abend im Kolpinghaus Weihnachten
- nicht nur das Fest der Liebe, sondern auch Zeit enormen Konsums.
Viele können hier nicht mithalten und müssen sich mit
dem Nötigsten begnügen. Immer mehr Bürgerinnen
und Bürger unserer Gesellschaft sind von Armut betroffen.
Immer mehr Menschen sind einsam. Weihnachten ist für sie
alle nicht selten eine traurige Zeit, in der die Situation hochkommt.
Seit 1964 gibt es für diese Menschen in Augsburg einen besonderen
Heiligen Abend im Saal des Kolpinghauses in der Frauentorstraße.
Es kommen immer zwischen 400 und 450 Gäste. Wichtig war,
dass an diesem besonderen Tag niemand einsam ist. Organisiert
wurde die Feier bis 1999 von Anna und Rosa Schneller und der franziskanischen
Gemeinschaft von St. Sebastian.
Aus Altersgründen übernahm die Feier Emmaus und dann
der SKM (katholischer Verband für soziale Dienste), der Träger
der Wärmestube und vieler anderer sozialer Projekte ist.
Eingeladen sind insbesondere alle, die wenig oder nicht einmal
das zum Leben zur Verfügung haben. Herzlich willkommen sind
auch alle anderen, die nicht alleine Weihnachten feiern wollen,
insbesondere auch Familien. Jede/r ist herzlich willkommen. Die
Besucher kommen aus den verschiedensten Gruppen. Es sitzen also
einsame Menschen neben Obdachlosen oder Punks.... Von den Besuchern
wird natürlich kein Eintritt oder ähnliches erhoben
bzw. gefragt, aus welchem Grund jemand kommt.
Die
Besucher erwartet festliche Atmosphäre im geschmückten
Saal. Das Fest bietet die Möglichkeit, dass sich die Menschen
treffen und reden. Da die Besucher aus den verschiedensten Gruppen
kommen, kommen Gespräche und Begegnungen zustande, die normalerweise
nie entstehen. Hierzu trägt besonders bei, dass sich Herr
Pfarrer Mäder, der Herr Oberbürgermeister Dr.
Kurt Gribl, Herr Sozialreferent Max Weinkamm, Herr
Bischof Konrad Zdarsa und Frau Stadtdekanin Kasch sich
sehr viel Zeit für Gespräche mit den Besuchern nehmen.
Besonders war 2010 der Besuch des neuen Bischofs. Dies wurde in
der Presse auch groß angekündigt.
Für
viele Besucher war dies ein angenehmer und zwangloser Kontakt
mit Vertretern von Kirche und Politik. Herr Oberbürgermeister
Dr. Gribl lobte in seiner Rede diese angenehme Atmosphäre
und sprach von der größten Familie Augsburgs. Zur angenehmen
Atmosphäre trägt insbesondere auch die musikalische
Gestaltung bei.
Dieses Jahr leisteten Norbert Petrausch mit seinen Freunden
Franz und Peter mit klassischen Interpretationen von Weihnachtsliedern,
das Duo Biggi und Klaus mit ruhiger beschwingter Interpretation
von Weihnachtsliedern und Schlagern sowie Johann Borowitza
mit Stimmungsmusik auf dem Akkordeon ihren Beitrag. Besonders
gedacht wurde hierbei Hans Lux, der die Feier jahrelang
begleitete und im Januar 2010 nach schwerer Krankheit verstorben
ist.

In Erinnerung an Hans Lux
Begeistert
wurde der Flohzirkus eines Besuchers und die Texte seiner Lebensgefährtin
aufgenommen. Höhepunkt der Feier ist ein Festmahl mit Putenkeule
(für Vegetarier überbackenes Gemüse), Kartoffelsalat
und gemischtem Salat, dass dieses Jahr wieder von Herrn Bunk
vom Vincentinum zubereitet wurde. Zum Abschluss der Feier
bekam jeder Besucher ein kleines Geschenk. Augsburger Firmen und
Bürger spendeten schöne neuwertige Kleidungsstücke
und andere Geschenke, so dass jeder ein schönes Geschenk
mit nach Hause nehmen konnte.
Für
Kinder spendete der Mitarbeiterverein der Stadtsparkasse (Kinder
im Mittelpunkt; www.kim-augsburg.de) Spielzeuggutscheine zu je
20 Euro.
Darüber
freuten sichdie Kinder sehr. Einige Gutscheine wurden an Eltern,
die ihre Kinder normal nicht sehen, verschenkt.
Die Feier ist ein Beispiel bürgerschaftlichen Engagements.
Durchgeführt wird sie im wesentlichen von dem freiwilligen
Engagement von bis zu 70 Bürgern aus Stadt und dem Umland.
Viele davon helfen schon seit Jahren. Einige kommen auch von sehr
weit her um zu helfen.
Auch
die Musiker arbeiten ehrenamtlich. Die Helfer verwandeln den Saal
des Kolpinghauses in einen Festsaal.
Der
Blumenschmuck kommt von Gärtnereien aus Augsburg und dem
Umland (Flowerworld; Hartmann, Wörner und Dehner). Die Firmen
Flowerworld und Hartmann unterstützen uns schon seit Jahren
mit unendlichen Mengen von Blumen.
Die
finanziellen Aufwendungen werden durch viele kleine private Spenden
und Zuschüsse von öffentlichen und kirchlichen Stiftungen/Einrichtungen
getragen. Viele Firmen aus Augsburg und der Region, sowie die
Beschicker des Christkindlesmarktes helfen durch Sachspenden,
insbesondere Gebäck und Blumen. Die Geschenke stammen aus
Sachspenden von Augsburger Bürgern und Firmen.
Die
Vorbereitung beginnt schon im Herbst mit dem Anrufen und Anschreiben
der Helfer, dem Schreiben von Briefen an Firmen, dem Einladen
der Ehrengäste und Infoschreiben an alle Kirchengemeinden
und Einrichtungen. Zu diesem Zeitpunkt werden auch schon die Plakate
für die Besucher und ein Aufruf zum Spenden erstellt und
gedruckt. Die Teilnahme ist insbesondere für neue Helfer
wichtig, damit sie wissen worum es geht.
Im Dezember müssen dann die Details vorbereitet werden.
In der Woche vorher finden oft Presseinterviews statt. Die Sponsoren
rufen an oder werden noch kontaktiert. Hier findet auch ein sehr
wichtiges Übergabegespräch zwischen Kolping (Hausverwaltung
und Küche) und dem Leiter der Veranstaltung statt. Letztendlich
sind wir für den Saal und die Gaststätte während
der Veranstaltung verantwortlich.
Am
23. 12 und in Fällen, wo es sich um Restware handelt, ist
auch am 24. 12. fährt Peter W. den ganzen Tag die Firmen
ab und holt die Spenden ein. Außerdem müssen technische
Ausrüstung (Verstärker), Küchenutensilien und die
Geschenke von Wärmestube und Freiwilligenzentrum in den Saal
gebracht werden.
Bei
einem Gastrogrossmarkt kaufen wir zusätzlich benötigte
Dinge, wie Kaffee, Kerzen, etc
Ein Teil (2010 insbesondere
Servietten, Essensbehälter Salat
) spendet der Großmarkt
(Metro). Am Nachmittag wird der Saal angefangen zu dekorieren
und die gespendeten Geschenke werden sortiert (Frau, Mann, Kind,
neutral). Gleichzeitig bauen wir die Verstärkeranlage auf.
Am
24.12. wird der Saal vollständig dekoriert und die Geschenke
verpackt. Die schönsten Blumen kommen erst gegen Mittag.
Erst kurz vor dem Einlass um genau 15 Uhr sind alle Geschenke
verpackt und der Saal sieht so aus, wie man ihn auf den Bildern
sieht.
Während im Saal das Fest läuft, werden in der Küche
die noch eingehenden Süßigkeiten auf Tabletts verteilt.
Gegen 16 Uhr holt Peter K. das Essen in großen Thermobehältern
vom Vincentinum ab. Bis gegen 18 Uhr stehen die Behälter
bereit.
Viele
fleißige Küchenhelfer verteilen das Essen auf Tellern,
Bedienungen bringen es zu den Gästen in den Saal. Die Gäste
auf der Empore bekommen das Essen über den Lift. Wenn die
ersten Gäste mit dem Essen fertig sind, beginnen einige im
Keller mit dem Spülen. Sie haben zwar eine Industriespülmaschine.
Diese
Arbeit ist aber, da im geschlossenen Keller, nicht sehr angenehm.
Am Ende der Veranstaltung wird der Saal aufgeräumt und gekehrt.
Küche und Keller werden grob geputzt. Einige der verbliebenen
Helfer sitzen noch auf ein Feierabendbier zusammen. Übrigens
das einzige erlaubte alkoholische Getränk auf der Veranstaltung
nach getaner Arbeit.
Am
ersten Werktag nach den Weihnachtstagen beginnen ab 9 Uhr viele
Freiwillige und Mitarbeiter der Wärmestube, sowie Menschen,
die dort Strafe ableisten, mit dem Sortieren des Geschirrs, der
verbliebenen Geschenke (2010 nicht viele) Putzen und dem Abtransport
in die Wärmestube und das Freiwilligenzentrum. Gegen 18 Uhr
sind Saal, Gaststätte und Toiletten fertig geputzt.
Text
von Robert
46-Jahre
Augsburger Stadtweihnacht mit über 400 Gästen.
DANKE an alle die zum Gelingen beigetragen haben.

Artikel der AZ vom 27.12.2010

Artikel der Kirchenzeitung 08./09.01.2011
Anschreiben und Scheck der Mitarbeiter der Klinik
Vincentinum ein Dank an die Mitarbeiter.
Einen Dank auch an alle die durch Geld- und Sachspenden
die Augsburger-Stadtweihnacht unterstützen.
Oben
Bildvergrößerung beim Klick auf das jeweilige Bild.
Eine kleine Auswahl von rund 130 Bilder, als Dank an alle, die
zum Gelingen der Augsburger-Stadtweihnacht beigetragen haben.
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